Problemlöser wäre genauer, aber externer CTO ist der Begriff, den der Markt kennt.
Der Begriff, unter dem uns jemand findet und der Begriff, der unsere Arbeit beschreibt, sind nicht derselbe. Dieser Beitrag erklärt, warum wir uns trotzdem für externer CTO entschieden haben, was der Titel im Alltag einhalten muss und wo wir ihn selber nicht verwenden.
Wer uns zum ersten Mal sucht, tippt selten Problemlöser ein. Getippt wird externer CTO, CTO für KMU oder gleich das Problem selber, also eine Serverofferte prüfen oder Richtlinien für KI im Betrieb. Deshalb steht externer CTO auf der Startseite, im Profil und in jeder Offerte, obwohl der Begriff die Arbeit nicht am genauesten beschreibt. Das ist ein bewusster Entscheid und weil offene Karten zu unserer Arbeit gehören, schreiben wir ihn hier auf.
Problemlöser beschreibt genauer, was tatsächlich passiert.
Was ein Kunde bei uns kauft, ist selten eine Rolle. Es ist ein Problem, das weg soll. Die Offerte für neue Server, die niemand im Haus beurteilen kann. Der Softwarevertrag, der in vier Monaten stillschweigend um ein Jahr weiterläuft. Die Frage, ob sich eine eigene App bei CHF 10'000 bis CHF 30'000 rechnet. Wir sagen, was es kostet, was es bedeutet und welche Risiken dranhängen und bringen es zum Ergebnis. Der Kunde wird dort einbezogen, wo seine Meinung zählt und sonst in Ruhe gelassen.
Problemlöser trifft das ziemlich genau. Der Begriff hat nur zwei Nachteile: Er sagt nichts darüber, auf welcher Höhe entschieden wird und nichts darüber, dass jemand die Verantwortung für den Entscheid trägt. Probleme löst ein Handwerker auch. Was ein CTO zusätzlich tut, nämlich entscheiden, was gebaut, gekauft und gelassen wird, steht in Ein CTO entscheidet, was gebaut, gekauft und gelassen wird.
Ein Begriff, den niemand kennt, kostet Aufträge.
Wir werden auf zwei Wegen gefunden: über Suchmaschinen und darüber, dass jemand uns weiterempfiehlt. Beide Wege brauchen ein Wort, das im Kopf bleibt und im Satz funktioniert. "Ruf die an, die machen bei uns den externen CTO" funktioniert am Telefon. "Die lösen Probleme" funktioniert nicht, weil der Nächste zuerst nachfragen muss, welche.
Externer CTO hat diesen Vorteil, weil die Rolle in grösseren Firmen existiert und jede Geschäftsleitung sie einordnen kann, auch wenn im eigenen Haus niemand sie hat. Der Begriff bringt eine Erwartung mit: Diese Person schaut Technik, Daten, Sicherheit und Recht zusammen an und legt der Geschäftsleitung Zahlen vor. Genau das ist unsere Arbeit. Der Preis dafür ist, dass wir mit einem Titel antreten, der grösser klingt als der erste Auftrag, bei dem es oft nur um eine einzelne Offerte geht.
Der Titel gilt nur, wenn drei Dinge eingehalten werden.
Ein Titel ohne Inhalt ist Werbung und dagegen hilft, ihn nachprüfbar zu machen. Wir halten uns an drei Punkte:
- Wir nennen einen Pauschalpreis, bevor wir anfangen, weil wir den Aufwand einschätzen können müssen und nicht du.
- Wir entscheiden im vereinbarten Rahmen selbstständig und fragen dort nach, wo es wirklich um deine Meinung geht.
- Wir sagen es, wenn es ohne uns schneller geht, auch wenn wir damit einen Auftrag verlieren.
Der dritte Punkt ist der, an dem sich die Rolle von einem Verkäufer unterscheidet. Wer Risiko beurteilt, muss auch sagen dürfen, dass ein Risiko tragbar ist und nichts unternommen werden soll. Wie sich Risiko in einem Betrieb ohne die Rolle still auf IT, Finanzen und Recht verteilt, haben wir in Wo niemand die CTO Rolle hat, wird Risiko nicht gemanagt, sondern verteilt aufgeschrieben.
Wo der Titel nicht passt, sagen wir es hin.
Nicht jeder Auftrag braucht eine CTO Rolle. Wer eine einzelne Integration braucht oder eine Frage hat, die in einer halben Stunde beantwortet ist, bekommt von uns genau das und keine Rolle dazu. Wir sind auch keine IT Firma, die Geräte und Arbeitsplätze betreut. Wo ein IT Partner die bessere Adresse ist, steht das in unserer ersten Antwort und damit ist der Fall für uns in Ordnung.
Externer CTO ist also die Einordnung, nicht die Leistung. Die Leistung ist ein Entscheid, der gefallen ist und ein Problem, das erledigt ist, mit einem Preis davor. Wie so etwas anfängt, steht in Eine Stunde Gespräch für CHF 300, vorbereitet und nachbereitet: eine Stunde, in der wir deine Ausgangslage anschauen und danach sagen, ob es die Rolle braucht oder nur einen Handgriff.
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