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Für Personendaten und Geschäftsgeheimnisse kommt heute nur eine Schweizer Lösung infrage, für alles andere entscheidet der Preis.

Nicht das stärkste Modell entscheidet, sondern die Datenklasse. Wir sortieren die Arbeit in drei Klassen, zeigen, warum für Personendaten und Geschäftsgeheimnisse heute eine Schweizer Lösung nötig ist und rechnen für den Rest vor, was die Werkzeuge im Jahr kosten.

In fast jedem Gespräch über KI kommt dieselbe Frage: Welches Werkzeug soll das Unternehmen nehmen. Gemeint ist meistens eine Rangliste, an deren Spitze ein Modell steht, das für alles passt. Diese Rangliste gibt es nicht und wer sie sucht, entscheidet am Ende nach dem, was er zuletzt gelesen hat. Brauchbar wird der Entscheid, sobald er nicht mehr am Modell hängt, sondern an den Daten. Für Personendaten und Geschäftsgeheimnisse bleibt heute nur ein Schweizer Anbieter. Für alles andere entscheiden der Preis und das, was im Unternehmen ohnehin schon bezahlt ist.

Der Modellvergleich ist in drei Monaten überholt, die Datenfrage nicht.

Alle grossen Anbieter liefern im Abstand von Wochen neue Versionen und die Reihenfolge in den Vergleichen dreht sich entsprechend oft. Ein Unternehmen, das seinen Entscheid im Februar auf den damaligen Testsieger stützt, hat im Mai eine Begründung, die niemand mehr nachvollziehen kann und trotzdem laufen Konten, Regeln und Gewohnheiten weiter. Wir halten die drei grossen Werkzeuge parallel im Einsatz, weil wir sie nur so einschätzen können und was jedes davon in unserer Arbeit besser kann, haben wir aufgeschrieben. Für ein KMU ist dieser Vergleich Hintergrundwissen und nicht die Grundlage des Entscheids.

Was sich in drei Monaten nicht ändert, sind die Daten, mit denen im Unternehmen gearbeitet wird und die Pflichten, die daran hängen. Wer Kundendaten verarbeitet, verarbeitet sie im Mai genauso wie im Februar. Deshalb beginnt der Entscheid dort und nicht beim Modell.

Drei Datenklassen genügen, um die Frage zu sortieren.

Die erste Klasse sind Personendaten und Geschäftsgeheimnisse: Kundendaten, Bewerbungen, Lohn- und Gesundheitsangaben, dazu Offerten, Kalkulationen, Verträge, Kundenlisten und Quellcode. Die zweite Klasse ist interne Arbeit ohne Personenbezug: Entwürfe, Recherche, Formulierungen, Zusammenfassungen öffentlicher Unterlagen, Code ohne Kundenbezug. Die dritte Klasse ist alles, was ohnehin öffentlich ist oder öffentlich werden soll.

Diese Einteilung ist grob und sie ist absichtlich grob, weil eine feinere im Alltag niemand anwendet. Wir haben sie für den Entscheid über Schweizer Infrastruktur schon einmal beschrieben und bei KI trägt sie genauso. Der Unterschied zwischen Klasse eins und Klasse zwei ist nicht das Gefühl beim Risiko, sondern die Frage, ob aus einem Fehler ein Datenschutzvorfall oder ein Abfluss an einen Mitbewerber werden kann.

Für Personendaten und Geschäftsgeheimnisse führt der Weg zu einem Schweizer Anbieter.

Für Klasse eins ist eine Schweizer Lösung heute der Weg, den wir empfehlen. Euria von Infomaniak ist eine davon: Sie läuft auf Schweizer Infrastruktur, wird im eigenen Rechenzentrum des Anbieters verarbeitet, die Daten werden weder zur Verbesserung von Modellen noch für Auswertungen genutzt, der Betrieb ist auf die DSGVO und das Schweizer DSG ausgelegt und es gibt einen ephemeren Modus, in dem Unterhaltungen nicht im Konto gespeichert werden. Für Unternehmen ist sie über kSuite Pro verfügbar. Andere Schweizer Anbieter gibt es ebenfalls und welcher passt, verdient eine Prüfung im Einzelfall. Welcher Anbieter welchen Anwendungsfall abdeckt und was er heute verlangt, schauen wir pro Unternehmen an, statt einen Namen pauschal zu empfehlen.

Der Grund für diesen Weg ist nicht, dass die grossen Anbieter unseriös arbeiten. Der Grund ist, dass bei Klasse eins nachvollziehbar sein muss, wo die Daten liegen, wer unter welchem Recht darauf zugreifen kann und was mit ihnen geschieht, wenn das Abo endet. Diese drei Angaben bekommt man bei einem Schweizer Anbieter in einer Form, die sich der Geschäftsleitung und im Ernstfall einer Aufsicht vorlegen lässt.

Für die übrigen Klassen entscheiden der Preis und das, was schon bezahlt ist.

Bei Klasse zwei und drei fällt die rechtliche Frage weg und übrig bleibt eine Rechnung. Das Claude Abo, mit dem sich ohne Limiten arbeiten lässt, kostet rund USD 100 pro Monat und Person. Die günstigen Stufen der drei grossen Anbieter liegen bei rund USD 20 pro Monat und Person. Wer intensiv damit arbeitet, stösst auf der Stufe für USD 20 regelmässig an Limiten und das gehört zum Entscheid dazu: Wer die teure Stufe nicht will, bekommt nicht dasselbe Werkzeug für weniger Geld, sondern weniger Werkzeug.

Ein Rechenbeispiel für ein KMU, in dem acht Personen täglich mit KI arbeiten. Auf der Stufe für USD 20 kostet das USD 1'920 im Jahr, auf der Stufe für USD 100 sind es USD 9'600 im Jahr, also USD 7'680 mehr, oder USD 960 pro Person. Bei internen Kosten von CHF 80 pro Stunde ist dieser Betrag gedeckt, sobald eine Person eine Stunde pro Woche einspart und eine Stunde pro Woche ist bei täglicher Nutzung die untere Grenze dessen, was wir sehen. Wer nur gelegentlich etwas zusammenfassen lässt, braucht die teure Stufe nicht und dann sind USD 20 die richtige Antwort.

Dazu kommt, was schon bezahlt ist. Wer auf Google Workspace läuft, hat Gemini in Mail und Dokumenten bereits im Haus und für Klasse zwei und drei ist das eine ernstzunehmende Antwort. Wer viel schreibt, Verträge liest oder Software baut, ist mit Claude besser bedient und warum wir Anfang 2026 dorthin gewechselt sind, haben wir begründet. Wer vor allem will, dass die Mitarbeitenden ein Werkzeug nutzen, das sie ohnehin kennen, nimmt ChatGPT und regelt den Umgang damit. Keine der drei Antworten ist falsch, solange sie bewusst gefällt ist.

Zwei Werkzeuge nebeneinander sind für die meisten KMU der brauchbare Zustand.

Aus dem Entscheid folgt in der Regel keine einzelne Wahl, sondern eine Kombination: eine Schweizer Lösung für Klasse eins und ein Produktivitätswerkzeug für Klasse zwei und drei. Das sind zwei Konten, zwei Rechnungen und Richtlinien, die auf eine Seite passen und sagen, was wohin darf. Drei oder vier Werkzeuge nebeneinander sind für ein KMU eines zu viel, weil jedes weitere Werkzeug ein zusätzlicher Ort ist, an dem Firmendaten liegen können und weil niemand vier Richtlinien im Kopf behält.

Fehlt die Schweizer Lösung, entsteht der Zustand, den wir in fast jedem Unternehmen antreffen: Die Mitarbeitenden erledigen ihre Arbeit trotzdem, dann eben auf privaten Konten und was dabei mit den Daten geschieht, weiss niemand. Ein Verbot ohne funktionierende Alternative verschiebt das Problem nur dorthin, wo es nicht mehr sichtbar ist.

Der Entscheid braucht eine Stunde, wenn die Datenklassen vorher auf dem Tisch liegen.

Die Vorbereitung ist eine Liste: Welche Arbeiten sollen mit KI erledigt werden, welche Datenklasse berühren sie und wer macht sie. Diese Liste schreibt jemand im Unternehmen in ein bis zwei Stunden, weil die Antworten im Haus bekannt sind. Danach ist der Entscheid selber kurz, weil pro Zeile nur noch ein Werkzeug zugeordnet wird und am Schluss zwei Namen übrig bleiben.

Der Entscheid gehört der Geschäftsleitung und nicht der IT, weil er Geld, Personendaten und Verantwortung berührt. Die IT sagt, was technisch geht. Wer haftet, wenn Kundendaten am falschen Ort landen, steht in keinem IT Handbuch. Wer die Liste hat und die Zuordnung selber machen kann, braucht uns nicht und sollte entscheiden. Wer nicht sicher ist, in welche Klasse die eigenen Daten fallen oder ob ein Schweizer Anbieter den Anwendungsfall abdeckt, klärt das besser, bevor die Konten eröffnet sind.

Warum nicht einfach die KI fragen

  1. Frag sie

    Wenn dir die KI in fünf Minuten die Anbieter gegenüberstellt, ist das ein guter Anfang und wir sind die Ersten, die das sagen.

  2. Was die KI nicht weiss

    In welche Datenklasse deine Arbeit fällt, welcher Schweizer Anbieter deinen Anwendungsfall wirklich abdeckt, was die teure Stufe bei euch im Jahr kostet und wer die Verantwortung übernimmt, wenn Kundendaten am falschen Ort landen. Dafür gibt es uns.

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Wenn du wissen willst, welche Werkzeuge zu deinen Daten passen: Schick uns, was heute im Einsatz ist und womit gearbeitet wird. Du bekommst eine Einschätzung, welche Datenklassen bei dir vorkommen und welche Kombination dazu passt. Sie kostet nichts und verpflichtet dich zu nichts.