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Wir arbeiten mit Claude und halten ChatGPT und Gemini trotzdem im Einsatz.

Empfehlen können wir nur, was wir selber im Einsatz haben. Deshalb bezahlen wir alle drei Werkzeuge, geben ihnen dieselben Aufgaben und schreiben auf, was jedes davon in unserer Arbeit besser kann und was das pro Monat kostet.

Seit Anfang 2026 läuft die tägliche Arbeit bei uay über Claude, die zwei Gründe für den Wechsel haben wir aufgeschrieben. Trotzdem bezahlen wir weiterhin ChatGPT und dazu Gemini. Das sieht nach Unentschlossenheit aus, ist aber Absicht: Wir werden regelmässig gefragt, welches Werkzeug ein Unternehmen nehmen soll und diese Frage können wir nur beantworten, wenn wir die Antwort selber laufend prüfen. Ein Werkzeug, das wir vor einem halben Jahr zuletzt geöffnet haben, können wir nicht einschätzen, weil sich alle drei in diesem Tempo verändern.

Empfehlen können wir nur, was wir selber im Einsatz haben.

Der Grund für die drei Abos ist derselbe, aus dem wir keine Server empfehlen, die wir nicht kennen. Eine Empfehlung ist nur etwas wert, wenn sie auf eigener Arbeit beruht und nicht auf der Produktseite des Anbieters. Deshalb geben wir denselben Aufgaben immer wieder allen drei Werkzeugen: eine Offerte zusammenfassen, einen Vertrag auf drei Punkte prüfen, ein Stück Code schreiben, einen Text in unsere Sprache bringen. Was dabei herauskommt, ist kein Benchmark, sondern unsere Erfahrung und sie ist für unsere Arbeit gemacht, nicht für jede.

Dazu kommt ein zweiter Grund. In den meisten Unternehmen, mit denen wir arbeiten, ist ChatGPT bereits im Einsatz, oft ohne Richtlinien und wer Google Workspace nutzt, hat Gemini schon in Gmail und in den Dokumenten sitzen. Wenn wir für ein Unternehmen festlegen, welche Daten in welches Werkzeug dürfen, müssen wir wissen, was die Mitarbeitenden dort sehen und welche Einstellungen es gibt. Das geht nicht aus der Erinnerung.

Jedes der drei Werkzeuge ist in unserer Arbeit an einer anderen Stelle besser.

Der Stand ist Februar 2026 und kann in drei Monaten anders sein, weil alle drei Anbieter im Abstand von Wochen neue Modelle liefern.

Claude ist unser Werkzeug für die Arbeit, die den grössten Teil des Tages ausmacht: Code schreiben und prüfen, lange Verträge und Offerten lesen, Texte nach festen Regeln formulieren. Es hält sich an Anweisungen, auch im dritten Entwurf noch und fragt dort nach, wo eine Frage nötig ist. Claude Code arbeitet direkt in unseren Projekten und liefert Änderungen, die wir prüfen statt neu schreiben.

ChatGPT behalten wir für zwei Dinge. Erstens für Bilder und für den Sprachmodus, wo es in unserer Erfahrung weiterhin vorne liegt. Zweitens, weil es das Werkzeug ist, das die meisten Mitarbeitenden in KMU kennen und privat nutzen. Wer Richtlinien für den Umgang mit KI schreibt, schreibt sie in der Praxis zuerst für ChatGPT und dafür müssen wir wissen, wie es sich gerade verhält.

Gemini ist dort stark, wo Google schon ist. Es liest Mails, Dokumente und Tabellen im Workspace, ohne dass etwas kopiert werden muss, verarbeitet sehr grosse Dokumentenmengen in einem Durchgang und versteht Videos, was die beiden anderen in dieser Form nicht bieten. Für ein Unternehmen, das auf Google Workspace läuft, ist Gemini deshalb oft die naheliegende Wahl, auch wenn es bei Code und bei der Genauigkeit an Anweisungen in unserer Arbeit hinter Claude liegt.

Die drei Abos kosten zusammen rund USD 140 pro Monat und Person.

Das Claude Abo, mit dem wir ohne Limiten arbeiten, kostet rund USD 100 pro Monat und Person. ChatGPT Plus kostet rund USD 20, das Google Abo mit Gemini ebenfalls rund USD 20. Zusammen sind das rund USD 140 pro Monat und Person, also rund USD 1'680 im Jahr, in Franken je nach Kurs etwas weniger. Die USD 100 für Claude rechnen sich, weil eine gesparte Stunde pro Woche diesen Betrag deckt. Die USD 40 für die beiden anderen rechnen sich nicht über gesparte Zeit, sondern sind der Preis dafür, dass wir die Frage nach dem richtigen Werkzeug aus eigener Erfahrung beantworten können. Das ist ein Teil unserer Arbeit und darum für uns richtig.

Für ein KMU ist die Antwort in der Regel ein Werkzeug, nicht drei.

Was für uns stimmt, ist für ein KMU meistens falsch. Drei Abos pro Person bedeuten drei Orte, an denen Firmendaten landen können, drei Richtlinien und dreimal Einarbeitung. Wir empfehlen ein Werkzeug, bezahlt für alle, die es brauchen, mit klaren Richtlinien, welche Daten hinein dürfen und mit einer Alternative für den Rest. Welches Werkzeug bezahlt wird, ist einer der vier Entscheide, die bei der Geschäftsleitung liegen und er lässt sich in einer Stunde treffen, wenn die Ausgangslage klar ist.

Die Ausgangslage entscheidet mehr als der Vergleich der Modelle. Wer auf Google Workspace läuft, hat mit Gemini das Werkzeug schon im Haus. Wer viel schreibt, Verträge liest oder Software baut, ist mit Claude gut bedient. Wer vor allem will, dass die Mitarbeitenden ein Werkzeug nutzen, das sie ohnehin kennen, nimmt ChatGPT und regelt den Umgang damit. Keine der drei Antworten ist falsch, solange sie bewusst gefällt ist und nicht dadurch, dass jeder das nutzt, was er zufällig kennt. Was bei Personendaten und Geschäftsgeheimnissen übrig bleibt, vergleichen wir separat.

Warum nicht einfach die KI fragen

  1. Frag sie

    Wenn dir die KI in fünf Minuten die drei Werkzeuge gegenüberstellt, ist das ein guter Anfang und wir sind die Ersten, die das sagen.

  2. Was die KI nicht weiss

    Was wir selber im Einsatz haben und was es pro Monat kostet, wie sich die drei auf denselben Aufgaben tatsächlich verhalten, welche Daten in welches Werkzeug dürfen und wer die Verantwortung übernimmt, wenn der Entscheid falsch war. Dafür gibt es uns.

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Wenn du wissen willst, welches der drei Werkzeuge zu deiner Arbeit und zu deinen Daten passt, schreib uns, was bei dir heute im Einsatz ist. Wir lesen, was du schickst und melden uns.